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Künstler

Nonkonforme Kunst in der DDR 1949-1990
Weitere Kuenstler:
 
Gruppe KOLLEKTIV HERZOGSTRASSE (München): u.a. Hans-Matthaeus Bachmayer, Heiko Herrmann, Thomas Niggl, Helmut Sturm,


Georg Baselitz, Joseph Beuys, Eduardo Chillida, Francisco Farreras, HAP Grieshaber, Franz Hitzler, Osmar Osten, AR Penck, Helmut Rieger, HP Zimmer ...

Tip:
KLAUS HAEHNER-SPRINGMUEHL

umfangreicher Katalog


 

KARL-HEINZ ADLER



Biografie
1927 Geboren in Remtengrün/Vogtland.
1941-1944 Lehre als Musterzeichner und Studium an der Kunst- und Fachschule für Textilindustrie in Plauen/Vogtland bei dem Bantzer-Schüler Walter Löbering.
1947-1953 Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin (West) bei Arthur Degner und an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden bei Wilhelm Rudolph und Hans Grundig.
1955 Durch Lehr- und Forschungstätigkeit an der TU Dresden, Abteilung Architektur, Bauplastik und Aktzeichnen, Auseinandersetzung mit konstruktiv-funktionelle Gestaltungsproblemen. Zahlreiche Patente für Herstellung und Einsatz von Keramik und Kunststoffen im Bauwesen.
Entwicklung erster serieller Systeme im Rahmen ästhetischer Umweltgestaltung, gemeinsam mit Friedrich Kracht.
1957 Einladung u.a. von Picasso, in das südfranzösische Keramikzentrum Vallauris. Besuch bei Picasso und Vallauris.
1957/58 Erste konstruktiv-gestalthafte Collagegruppen, basierend auf dem Prinzip der Schichtung serieller Elemente, von Quadraten, Dreiecken, Halb- und Viertelkreisen.
1960 Erste Aquarellcollagen und Objekte aus Glas, Metall und Holz, denen dieselben seriellen Prinzipien wie den zweidimensionalen Arbeiten zugrundeliegen.
seit 1966 Freischaffender Künstler in Dresden.
1967/68 Entwicklung erster Werkgruppen mit seriellen Liniaturen, die in den achtziger Jahren zu Zyklen ausgebaut werden. Neben den freien konstruktiven Arbeiten bildkünstlerische Konzeptionen für die Wohn- und Arbeitsumwelt, Kunst im öffentlichen Raum.
1968 Gemeinsam mit Friedrich Kracht Entwicklung des plastischen Betonformsteinsystems, das 1970 in die industrielle Produktion überführt wird. Gemeinsam mit Friedrich Kracht Entwicklung serieller Systeme.
1970 Erste Folienschichtungen.
1974 Wiederbegegnung mit seinem Jugend- und Studienfreund Gotthard Graubner.
1979 Erste Berufung als Gastdozent an die Staatliche Kunstakademie Düsseldorf. Ablehnung durch die zuständigen Kulturinstanzen der DDR.
1985 Bekanntschaft und Freundschaft mit Georg Karl Pfahler. Erhalt eines Ateliers. Entwicklung der Bleistiftzyklen „Serielle Lineaturen“. Beginn der Umsetzung auf große Tafeln.
1986 Aufgrund der Werkgruppe „Serielle Lineaturen“ Einladung zur I. Internationalen Triennale der Zeichnung in Kallisz/Polen. Auszeichnung mit dem II. Preis.
Adler wendet sich jetzt verstärkt der Malerei zu. Große Tafelbilder, deren Farbräume auf differenziertesten, systematisch erzielten Farbnuancen beruhen.
1987 Bekanntschaft und Freundschaft mit Thomas Lenk.
1988 Anerkennung für das über Jahrzehnte in der DDR entstandene konkrete Werk durch die Stiftung Vordemberge-Gildewart.
1988-1995 Gastprofessur an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf. Starkfarbige Bilder, die konkrete Formen mit einer neuen malerischen Sinnlichkeit verbinden. Weiterarbeit an den „Seriellen Lineaturen“.
1989 Reise nach Madrid, anläßlich des Symposiums „Systematische und konstruktive Kunst“ im Centro Cultural de la Villa, Madrid. Bekanntschaft mit Jürgen Blum-Kwiatkowski.
seit 1990 Ausbau der Werkgruppe „Serielle Lineaturen“ - Umsetzung ins Plastische.
Reisen in die alten Bundesländer, Österreich, Frankreich, Spanien.
1992 Aufnahme in den Deutschen Künstlerbund.
1994 Aufenthalt in der Villa Romana, Florenz. Erhalt eines großen Ateliers, seitdem entstehen große Malerein und Objektbilder.
1995 Zweimonatiger Ehrenaufenthalt in der Akademie Villa Massimo, Rom.
1998 Adler wendet sich vorwiegend der Plastik zu.
2000 Installation eines dauerhaften Raumes im Museum Modern Art, Hünfeld;
seit 2000 Weiterentwicklung der Werkgruppe „Farbschichtungen“ in Form von objekthaften Bildern.

Ausstellungen
seit 1984 zahlreiche Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen u.a. in der Galerie Oben, Chemnitz, der Galerie Barthel + Tetzner Berlin, sowie in Museen und Kunstvereinen u.a. in:
1984 Malmö / Schweden, Kunsthalle
1987 Chelm / Polen, Galerie 72 im Museum für internationale Kunst des 20. Jahrhunderts Szczezin / Polen, Nationalmuseum (anläßlich der XII Biennale der sozialistischen Länder, Juli - September)
Szuczezin / Polen, Nationalmuseum (Oktober - November)
1989 Madrid / Spanien, Centro Cultural de la Villa, „Systematische und konstruktive Kunst“
1990 Bielfeld, Galerie Salustowicz „Erben des Bauhauses - Konstruktiv und konkret in der DDR“
1991 Warschau / Polen, Zentrum für Moderne Kunst + Wels / Österreich, Galerie der Stadt „Konstruktiv + Konkret“
1991/1992 Dresden, Museum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden + Kaiserslautern, Pfalzgalerie „Material und Form - Kunst der Gegenwart aus Rheinland-Pfalz und Sachsen“ Essen, Galerie Neher „Position Konkret - 6 Künstler aus Deutschland“ Zürich, Haus für konstruktive und konkrete Kunst + Ingolstadt, Museum für konkrete Kunst
1992 Aachen, Deutscher Künstlerbund - Museum Ludwig
1993 Bottrop, Quadrat - Josef Albers Museum
1994 Wiesbaden, Museum + Pfäffikon / Schweiz, Seedam - Kulturzentrum, „Ausgewählte Europäerinnen, ausgewählte Europäer“
1995 Rom, Deutsche Akademie Villa Massimo
1997 Essen, Museum Folkwang
2001 Erfurt, FORUM KONKRETE KUNST, „Konstruktiv - Konkret - Positionen deutscher Gegenwartskunst“
2002 Petersburg, Russisches Museum St. Petersburg, „Europa - Konkret - Redutiv“
2003 Berlin, Neue Nationalgalerie, „Kunst in der DDR“ (mit Katalog)
2004 Chemnitz, Städtische Kunstsammlungen

Seit 2002 vertreten auf den Kunstmessen:

ART COLOGNE, ART FRANKFURT, KUNST-KÖLN durch die Galerie Barthel + Tetzner Berlin und die Galerie Oben Chemnitz

Kataloge und Bücher:

„Tafeln, Blätter, Objekte“
Brandenburgische Kunstsammlungen Cottbus,
Josef Albers Museum Bottrop
1993; 86 Seiten mit 40 Farbabb. + 26 s./w. Abb.

“Malerei, Objekte, Zeichnungen”
Museum Folkwang Essen, Galerie Neher Essen,
Neuer Sächsischer Kunstverein Dresden
1997; 104 Seiten mit 53 Farbabb. + 20 s./w. Abb.

“Werkmonographie”
Verlag der Kunst Dresden
2004; 183 Seiten mit ca. 150 Abb., deutsch-englisch

Werke in Sammlungen u.a. in:

Berlin, Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Berlin, Deutscher Bundestag
Berlin, Sammlung Daimler-Chrysler
Dresden, Staatliche Kunstsammlungen - Galerie Neue Meister und Kupferstichkabinett
Dresden, Technische Universität
Frankfurt / Main, Deutsche Bank
Leipzig, Museum der bildenden Künste
Lodz / Polen, Museum Sztuki
Zürich, Stiftung für konstruktive und konkrete Kunst

Sammlung Ruppert, Berlin / Würzburg

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