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Künstler

Nonkonforme Kunst in der DDR 1949-1990
Weitere Kuenstler:
 
Gruppe KOLLEKTIV HERZOGSTRASSE (München): u.a. Hans-Matthaeus Bachmayer, Heiko Herrmann, Thomas Niggl, Helmut Sturm,


Georg Baselitz, Joseph Beuys, Eduardo Chillida, Francisco Farreras, HAP Grieshaber, Franz Hitzler, Osmar Osten, AR Penck, Helmut Rieger, HP Zimmer ...

Tip:
KLAUS HAEHNER-SPRINGMUEHL

umfangreicher Katalog


 

HELMUT STURM

Biografie
1932 Geboren in Furth im Wald.
1952 Beginn der Freundschaft mit H.Prem.
1952-1958 Studium an der Kunstakademie München.
1958 Erste Kontakte zur Situationistischen Internationale.
Mitbegründer der Gruppe "SPUR" (zusammen mit Heimrad Prem, Lothar Fischer und HP Zimmer).
Stipendium der Französischen Regierung für einen einjährigen Studienaufenthalt in Paris (es entstehen Gouachen und Aquarelle).
1959-1962 Die Gruppe SPUR wird Mitglied der S.I. (Situationistische Internationale). Zusammenarbeit mit Hans Platschek, Dieter Kunzelmann, Asger Jorn, Uwe Lausen, Jörgen Nash, Constant, Maurice Wyckaert, P.Gallizio und Guy Debord. Bekannschaft mit Pierre Alechinsky, Antonio Saura, Jean Dubuffet und Emilio Vedova.
1960 Sturm malt die "Martyrien", jene Werke, die den sogenannten "Facettenstil" begründen. Der Erkundung des "Facettenraumes" ist bei Sturm die Beschäftigung mit Vedova und Saura vorausgegangen. (Vom Facettenstil führt die stilistische Entwicklung über den SPUR-Bau direkt zu den "Antiobjekten" der Gruppe GEFLECHT).
1961 Sturm lebt und arbeitet im Bauhaus Situationiste in Drakabygget in Schweden (u.a. zusammen mit Heimrad Prem, HP Zimmer und Dieter Kunzelmann) bei Jörgen Nash, dem Bruder von Asger Jorn. In dieser Zeit entstehen viele Gemeinschaftswerke. Durch Dieter Kunzelmann und Uwe Lausen hat Sturm seit 1961 Kontakt zu Mitgliedern der 1963/64 gegründeten "Subversiven Aktion". Strafprozeß gegen die SPUR-Künstler und Dieter Kunzelmann wegen „Gotteslästerung" etc.
1962
Ausschluß der Gruppe SPUR aus der Situationistischen Internationale. Ende 1962 bekommen die SPUR-Künstler den Auftrag, für die Pariser Ausstellung Espace Nouveau" ein utopischesArchitekturmodell zu entwerfen. Der SPUR-Bau ist jetzt im Besitz der Lenbach-Galerie.
1965 Zusammenarbeit der Künstlergruppen "SPUR" und "WIR" und Mitherausgeber der Zeitschrift "SPUR-WIR" (Entwicklung der farbräumlichen Antiobjekte).
1966 Mitbegründer der Gruppe "GEFLECHT" (u.a. mit Hans-Matthäus Bachmayer, Heimrad Prem, Helmut Rieger, HP Zimmer). Sturm bringt die Ideen der Situationisten und der Gruppe SPUR ein.
1968 Sturm wirkt mit in der "Hochschulgruppe sozialistischer Kunststudenten" (HSK). Reise mit Freunden nach Venedig und Besuch Vedovas.
1969 Gelingt es den Mitgliedern des HSK die Akademie zum Zentrum der studentischen Protestbewegung zu machen.
1970 Aktive Tätigkeit im Kinderforum, einer Malschule für Kinder, in den Räumen der Forumgalerie Van de Loo in München.
1975 Mitbegründer der Gruppe "KOLLEKTIV HERZOGSTRASSE" (Hans Matthäus, Bachmayer, Renate Bachmayer, Dietrich Bartscht, Jutta von Busse, Heiko Herrmann, Thomas Niggl, Heimrad Prem, Armin Saub, Dieter Strauch (DIRI), Ursula Strauch-Sachs, Heinz Weld. Auch diese Gruppe kennzeichnet eine intensive theoretische Aktivität gekoppelt mit kollektiver Malerei.
1978 Freitod von Heimrad Prem.
1980-1981 Gastprofessur an der Hochschule der Künste, Berlin.
1985 Professur an der Akademie der Bildenden Künste München und Leitung einer Malklasse.
1986 Fritz Winter-Preis.
1994 Mitglied an der Akademie der Schönen Künste.

Ausstellungen
seit 1962 In der Galerie van de Loo, München              
1981-1985 Galerie Nothelfer, Berlin
Galerie Ohse, Bremen
             
1986-1996 Galerie Schloß Mochental
Darmstadt, Galerie Sander
             
1988 Berlin, Galerie Gunar Barthel
Cham, Museum SPUR Cham
             
1989 Berlin, Galerie Gunar Barthel "KOLLEKTIV HERZOGSTRASSE"              
1990 Chemnitz, Galerie Oben "KOLLEKTIV HERZOGSTRASSE"              
1993 Berlin, Galerie Gunar Barthel "Projekt Trübsbachberg - Gemeinschaftsarbeiten
Chemnitzer und Münchner Künstler (mit Katalog)
             
1998 München, Haus der Kunst "Große Kunstausstellung München"
             
1999 Chemnitz, Galerie Oben               
2003 München, Rathausgalerie (mit Katalog)
Galerie Schloß Mochental
Berlin, Galerie Barthel + Tetzner
             

Seit 1990 vertreten auf den Kunstmessen:

ART BASEL, ART FRANKFURT, ART COLOGNE, Kunst Kölndurch die
Galerie Gunar Barthel Berlin und die Galerie Barthel + Tetzner Berlin

Kataloge und Bücher:

„Arbeiten von 1957 - 1999“
SPUR-Museum Cham und Städtische Galerie im Cordonhaus Cham,
1999; 151 Seiten mit zahlreichen Abb. (größtenteils farbig)

„Malerei“
Rathausgalerie der Landeshauptstadt München
2003; 63 Seiten mit zahlreichenfarbigen Abb.

Werke in Sammlungen u.a. in:

Berlin, Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin (Schenkung Otto van de Loo)
Emden, Kunsthalle (Schenkung Otto van de Loo)
Akademie der Schönen Künste, München
Bayerische Staatsgemäldesammlung, München
Städtische Galerie im Lenbachhaus, München
Graphische Sammlung, München
Förderverein: Freunde des „Haus der Kunst“, München
Landeshauptstadt München
Kulturamt Wiesbaden
Kunsthalle Mannheim
Städtische Galerie Cham
Städtische Galerie Schweinfurt

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