GALERIE BARTHEL + TETZNER
Nonkonforme Kunst aus der DDR

Kollektiv Herzogstraße

Künstlergruppe, München, Kollektiv Herzogstraße
Kollektiv Herzogstraße, Katalog: Cordonhaus Cham, 1986, 14 Seiten mit 9 s./w. Abb.

Künstler des Kollektivs

Das Kollektiv Herzogstrasse, 1975 als offene und interdisziplinäre Gruppe mit älteren und jüngeren Künstlern und Künstlerinnen gegründet, bestand im Kern aus 12 Mitgliedern: Hans Matthäus Bachmayer (1940-2013), Renate Bachmayer [Rânebach] (geboren 1940), Dietrich Bartscht (geboren 1951), Jutta von Busse (1952-2013), Heiko Herrmann (geboren 1953), Thomas Niggl (geboren 1939), Heimrad Prem (1934-1978), Armin Saub (geboren 1939), Ursula Strauch-Sachs (geboren 1941), Dieter Strauch [Diri] (geboren 1940), Helmut Sturm (1932-2008) und Heinz Weld (geboren 1943). Einige kannten sich schon aus der Zeit an der Münchner Akademie und durch die Beteiligung an den Studentenrevolten. Der Wunsch nach gemeinsamem Malen und Diskutieren in der Gruppe war eine Reaktion auf gesellschaftliche Isolation und auf die theorielastige Zeit von 1968, die damals in einem selbst proklamierten „Malverbot“ kulminierte. Im Kollektiv wollten die Künstler und Künstlerinnen wieder zu einer spielerischen Auseinandersetzung mit der Kunst gelangen, zum Spaß am spontanen Malen und Improvisieren, ohne die Last von Grundsatzprogrammen und Manifesten. 

Quelle: https://www.arminsaub.com/k%C3%BCnstlergruppen/kollektiv-herzogstrasse/die-k%C3%BCnstler/