GALERIE BARTHEL + TETZNER
Nonkonforme Kunst aus der DDR
nonkonforme Kunst in der DDR Carlfriedrich Claus

A. R. Penck

A.R. Penck, Kunst DDR

A.R. Penck, Constructiv, 1991, Auflage 70/100, Farblithographie,
84 x 59,5 cm

A.R. Penck o.T.

A.R. Penck, o.T., 1976, Latex auf Leinwand, 100,5 x 114,5 cm (Provinienz: Dr. Klaus Werner, Berlin)

A.R. Penck (Ralf Winkler)

Der Künstler mit dem ursprünglichen Namen Ralf Winkler legt sich im Laufe seiner Schaffenszeit in der DDR eine Reihe an Pseudonymen zu, von denen sich letztendlich „A.R. Penck“ behauptet.

Dieser chamäleonartige Namenswechsel ist eine listige Antwort auf die dogamtische Kulturpolitik der DDR, denn Kunstwerke können unter verschiedenen „Tarnsignaturen“ in den Westen geschafft werden.

Zum anderen verweist das Pseudonym Penck auf den gleichnamigen Geomorhologen, den der Künstler schätzt und mit seinen Werken in Zusammnenhang bringt. Nach einer Lehre als Werbezeichner bei einer Dresdner Agentur ab 1956, während der sich Penck nebenbei die Grundlagen der Malerei selbst erarbeitet, schlägt er sich – von der Kulturbehörde der DDR wiederholt schikaniert – las Briefträger, Heizer und Nachtwächter durch.

Anfang der sechziger Jahre entstehen erste Bilder mit jenen extrem reduzierten, an prähistorische Zeichen erinnernde Figuren, die von nun an seinen Stil kennzeochnen. Eine Auseinandersetzung mit Mathematik, Kybernetik und Informationstheorie führt Mitte der sechziger Jahre zu den „System- und Weltbildern“. Während  diese, wie auch die ab 1968 folgenden „Standardbilder“ eine diagrammhafte Schematik aufweisen, erweitert sich das Bildsprektrum ab den achziger Jahren durch plakative Farbakzente und großflächige, komplex gefüllte Bildformate. […]

Quelle: Ketterer Kunst